eines ‚Pflegeöls‘ Teil 1.

Als ich vor knapp 30 Jahren zum ersten Mal die brandneuen Hobbythek-Rezepte nachrührte, ahnte ich noch nicht, was man bei einer eigenen Entwicklung alles berücksichtigen muss.

Manchmal hat es was von den aufregenden Chemie-Praktika während des Studiums- nur bekommt man hier leider keine genauen Anleitungen. Egal- die Grundlagen sind gelegt und wenn man viel Geduld hat und sich von den zahlreichen Fehlversuchen nicht entmutigen lässt, kann man geradezu süchtig danach werden (nenenee. Ich verwende nicht immer solche  Essenzen  :))  Die gibt’s natürlich auch.). Hier nun die Beschreibung eines besonderen Pflegeöls, dessen Herstellung aber verhältnismäßig einfach ist.  Ich werde häufiger danach gefragt- und natürlich kann man das nicht in 2 Minuten erklären- wie Ihr selbst lesen werdet.

Mein Job war Klasse: ich hatte mit Firmen zu tun, die ätherische Öle in Kosmetika einsetzen, in Pharmazeutika, in Farben, Putzmitteln, Bonbons, Pralinen, als Gewürze, in Tierfutter- und -Pflege. Und das Potenzial der Öle scheint schier unendlich.

Bei jedem Besuch gab es andere Fragen und ich lernte täglich dazu. Mitunter wurde ich auch gebeten, bei der Produktentwicklung behilflich zu sein. Da wurde ich dann leider gebremst. Die bestmögliche Empfehlung konnte manchmal nicht umgesetzt werden, weil das Endprodukt damit viel zu teuer geworden wäre.

Dazu muss man wissen, dass die Preisdifferenz für ein Kg dieser Essenzen – je nach Pflanze (ohne jeden Zwischenhandel) von unter 10 bis mehrere zigtausend Euro liegt. So waren die wirkungsvollsten Essenzen leider oft aus dem Rennen und es wurden preisgünstigeren Variaten gewählt.

Zur Erklärung ein Beispiel: Palmarosaöl (ein Gras) riecht ein bißchen wie Rose, wirkt ein bißchen wie Rose, aber eben nur „ein bißchen“. Echtes Rosenöl, dessen Gewinnung sehr viel aufwändiger ist, kostet ungefähr das 250fache von Palmarosa.

Nachdem ich so viel über diese besonderen Öle kennengelernt hatte, konnte ich mir das natürlich nicht länger untätig ansehen. Gemeinsam mit einigen anderen entstand der Plan, ein Kosmetikum für besonders empfindliche und pflegebedürftige Haut zu entwickeln, bei dem nicht auf den Preis der Zutaten geachtet werden sollte. Wenn schon ein hoher Preis, dann wegen der verwendeten Rohstoffe und nicht wegen des ganzen Drumherums wie Verpackungen, Werbung usw. Die Zutaten sollten alle sinnvoll – auf Grund ihrer Wirkung für das angestrebte Ziel- sein- d.h. keine „Stabilisatoren“, Streckmittel, synthetischen Düfte o.ä., deren Zwecke es ausschließlich ist, den Herstellungspreis zu drücken. Wir waren gespannt, auf welchen Preis es bei diesen Voraussetzungen hinaus laufen würde.

nächstes Kapitel: erste Vorbereitungen

 


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