oder: Warum ich nur noch Rohstoffe verwende, die man ohne gesundheitliche Schäden sogar essen könnte.

Während der Jahre, wo ich auf einer geburtshilflichen Station arbeitete, gab es ein einschneidendes Ereignis. Eine der Hebammen hatte in eine Einmal-Nuckelflasche etwas Ölbadkonzentrat abgefüllt- aber den Inhalt scheinbar nicht gekennzeichnet.

Bei einem ihrer Hausbesuche sollte dem Neugeborenen Tee zu gefüttert werden. Sie hatte die entsprechenden Fläschchen dabei- griff aber unglücklicherweise zur Flasche mit dem Ölbad. Da der Tee ähnlich aussieht wie das Bad, fiel ihr der Fehler nicht auf und sie begann, den „Tee“ zu füttern. Das Kind wehrte sich zuerst, aber immer noch bemerkte sie ihren Fehler nicht und ließ sich in ihrer Absicht nicht beirren. Kurz nach der „Mahlzeit“ ging es dem Kind zunehmend schlechter.

Die Eltern fuhren sofort in die Kinderklinik. Dort vermutete man rasch eine Vergiftung, konnte auf die Schnelle aber nicht die Ursache bestimmen- sonst hätte man das Kind wahrscheinlich retten können. Leider ist es an dem Tag noch gestorben: ein 7 Tage altes Kind, was völlig gesund zur Welt gekommen war. (Das ging damals auch durch die Presse)

Einmal ist dadurch wieder meine Erfahrung bestätigt worden, dass ein Kind nicht grundlos Nahrung verweigert und man das unbedingt ernst nehmen muss (mehr dazu unter www.spice-it-up.de) – andererseits war ich irritiert, dass ein Babyhautpflegemittel zum Tod führen kann, wenn es „versehentlich“ getrunken wird. Auch die Haut nimmt Stoffe auf- warum nicht Zutaten, die man notfalls auch essen könnte?

Es gibt Rohstoffe, die auch von kleinen Kindern vertragen werden, im schlimmsten Fall vielleicht einen leichten Durchfall verursachen könnten, aber deren Gebrauch nicht direkt lebensgefährlich ist.

Ein sehr guter Wirkstoff ist zum Beispiel echtes Rosenöl. Es pflegt empfindliche Haut sehr gut und sogar Hautirritationen wie „Milchschorf“ und Windeldermatiden reagieren gut darauf. Echtes Rosenöl ist extrem teuer: einen einzigen ml davon unverdünnt bekommt man im Moment um 20-48 Euro- je nach Sorte. Für eine Menge, die in einen Teelöffel passt, müßte man also mit 100-240 Euro rechnen. Es wird daher gern gestreckt- mitunter schon von den Herstellern. Weil ich sehr auf die Qualität achte, habe ich bisher nie allergische oder Überrektionen darauf erlebt. Obwohl das Rosenöl auch schon bei einem winzigen Anteil am Pflegeöl seine Wirkung entfaltet (ebenfalls in hochwertigen reinen ungepanschten Pflanzenölen), ist es scheinbar für Großproduktionen zu teuer, so dass dort lieber auf andere Stoffe zurück gegriffen wir. Auch wenn es auf einigen Zutatenlisten zu finden ist- oft ist es nur daran vorbei geflogen und wird sehr selten tatsächlich als Wirkstoff verwendet. Und- es gibt wieder das Problem mit der Haltbarkeit. Sobald klassische Haltbarkeitsmittel zugeführt werden, ist die Haut-Pflege nicht mehr so ‚optimal’ wie sie es ohne wäre. Was tun? Schließlich möchte man zarter Babyhaut natürlich kein Pflegemittel zumuten, in denen die Bakterien Parties feiern.

Rosenöl selbst wirkt antibiotisch, eine zusätzliche Sicherheit ist das Abfüllen in Mengen, die bei einer einzigen Anwendung aufgebraucht werden. Auch das gibt zusätzlich Sicherheit gegen und bei Verwechslungen.

B.2.2.DSC_0589Die Wirkung von Rosenöl ist schon lange bekannt und hochgeschätzt- Es wirkt nicht nur physisch auf Haut oder z.B. Verdauungstrakt sehr positiv, sondern auch auf die psychische Verfassung. In der Region der Türkei, wo traditionell Rosen angebaut werden, begrüßte man ein Neugeborenes, indem man es nach der Geburt auf frische Rosenblütenblätter bettete. Der (zarte) Duft wirkt beruhigend und „heimisch“ und die sauberen Blätter sind samtweich.

Fazit:

Seit dem oben geschilderten Ereignis habe ich mir bei meinen Produktentwicklungen das Ziel gesetzt, nur Rohstoffe zu verwenden, die man ohne gesundheitliche Schäden genauso essen könnte. Vielleicht schmecken die nicht unbedingt wie ein Bonbon oder ein 5Gänge Menü- aber giftig sollten sie auf keinen Fall sein. Für keinen Patienten: keinen Erwachsenen, kein Kind und für Babies schon erst recht nicht! Trotzdem haben diese Rohstoffe ein ungeheures Potenzial.

Natürlich hilft nicht alles so, wie es manchmal gern propagiert wird. (Teebaumöl hilft eben NICHT gegen alles- aber bei bestimmten Krankheiten erstklassig- d.h. drauf sollte man sich dann beschränken. Für andere Beschwerden muss man halt das Mittel suchen, was gerade DA optimal hilft) aber ich habe oft genug erlebt, dass bei schulmedizinisch austherapierten Patienten doch noch eine Heilung oder zumindest eine Besserung erreicht wird. Mit diesen Essenzen wird mehr angeregt als nur ein einziges Organ- auch dazu später mehr.